Das Wichtigste zu Scharlach in Kürze
- Scharlach ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die vor allem Kinder im Alter zwischen drei und zehn Jahren betrifft, jedoch auch bei Erwachsenen auftreten kann.
- Verursacht wird Scharlach durch sogenannte beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A.
- Diese Bakterien produzieren Toxine, die zu den charakteristischen Symptomen wie Halsschmerzen, Fieber und Hautausschlag (Scharlach-Ausschlag) führen.
- Scharlach ist gut behandelbar, wenn es frühzeitig erkannt wird. Konsultieren Sie rechtzeitig einen Arzt oder eine Ärztin, um die richtige Therapie einzuleiten und weitere Ansteckungen sowie schwerwiegende Komplikationen zu verhindern.
Scharlach-Symptome
Scharlach beginnt meist sehr plötzlich. Die typischen Symptome sind:
- Plötzlich auftretendes hohes Fieber
- Starke Halsschmerzen
- Schluckbeschwerden
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Entzündung der Mandeln (Tonsillitis) mit Rötung und weißlichen Belägen.
- Scharlach-Ausschlag
Ausschlag bei Scharlach
Zusätzlich zu den oben genannten Symptomen tritt bei Scharlach ein feinfleckiger, erhabener Hautausschlag auf, der oft an Brust und Bauch beginnt und sich über den gesamten Körper ausbreitet.
Auch die sogenannte Himbeerzunge – eine gerötete, geschwollene Zunge mit auffälligen Papillen – ist ein charakteristisches Zeichen der Krankheit.
Übertragung und Ansteckung
Die Übertragung von Scharlach erfolgt hauptsächlich über Tröpfcheninfektion, beispielsweise beim Husten, Niesen oder Sprechen. Auch der Kontakt mit kontaminierten Gegenständen oder durch Hände kann die Bakterien übertragen.
Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten breitet sich die Infektion schnell aus.
Scharlach-Erreger
Diagnose und Behandlung: Was kann der HNO-Arzt bei Scharlach tun?
Wie wird Scharlach diagnostiziert?
Die Diagnose von Scharlach wird meist klinisch gestellt, wobei die Symptome und die Anamnese im Vordergrund stehen. In einigen Fällen wird ein Rachenabstrich gemacht, um die Streptokokken nachzuweisen.
Wie wird Scharlach behandelt?
Zur Behandlung von Scharlach ist eine Antibiotikatherapie, meist mit Penicillin, notwendig. Diese lindert nicht nur die Symptome und verkürzt die Krankheitsdauer, sondern verhindert auch Komplikationen wie rheumatisches Fieber oder Nierenentzündungen (Glomerulonephritis).
Vorbeugung und Hygiene
Um die Ausbreitung von Scharlach zu verhindern, sind konsequente Hygienemaßnahmen entscheidend. Dazu gehören regelmäßiges Händewaschen, die Vermeidung von engem Kontakt zu Erkrankten und das Reinigen von häufig genutzten Oberflächen. Kinder mit Scharlach sollten mindestens 24 Stunden nach Beginn der Antibiotikatherapie zuhause bleiben, da sie in dieser Zeit noch ansteckend sind.
Wie lange ist Scharlach ansteckend?
Mögliche Komplikationen von unbehandeltem Scharlach
Unbehandelt kann Scharlach schwerwiegende Komplikationen verursachen, darunter Entzündungen von Mittelohr, Herz, Gelenken oder Nieren. Auch die Streptokokken-Folgeerkrankung, das rheumatische Fieber, stellt eine ernsthafte Gefahr dar. Dank der heutigen Behandlungsmöglichkeiten treten solche Komplikationen jedoch selten auf.
Scharlach ist gut behandelbar, wenn es frühzeitig erkannt wird. Bei Verdacht auf eine Streptokokkeninfektion sollte unbedingt ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden, um die richtige Therapie einzuleiten und weitere Ansteckungen zu verhindern.
Häufige Fragen zu Scharlach
Was ist Scharlach?
Scharlach ist eine bakterielle Infektion, die durch Gruppe-A-Streptokokken (meist Streptococcus pyogenes) ausgelöst wird. Typisch sind eine akute Halsentzündung und – bei vielen Betroffenen – ein charakteristischer Hautausschlag.
Was sind die Symptome von Scharlach?
Scharlach beginnt meist mit plötzlich auftretendem hohem Fieber, starken Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Typisch für Scharlach ist eine Entzündung der Mandeln (Tonsillitis) mit Rötung und weißlichen Belägen. Zusätzlich tritt ein feinfleckiger, erhabener Hautausschlag auf, der oft an Brust und Bauch beginnt und sich über den gesamten Körper ausbreitet. Auch die sogenannte Himbeerzunge – eine gerötete, geschwollene Zunge mit auffälligen Papillen – ist ein charakteristisches Zeichen einer Scharlach-Erkrankung.
Wie sieht Scharlach-Ausschlag aus?
Der Scharlach-Ausschlag (Exanthem) ist meist feinfleckig, gerötet und leicht erhaben und fühlt sich oft „sandpapierartig“ an. Häufig beginnt er an Brust und Bauch und breitet sich dann über den Körper aus. Das Mund-Kinn-Dreieck sowie die Handflächen und Fußsohlen bleiben frei.
Wie lange hat man Scharlach-Ausschlag?
Der Hautausschlag hält typischerweise mehrere Tage an und klingt meist innerhalb von etwa einer Woche ab. Im Anschluss kann es noch zu einer Schuppung der Haut kommen, besonders an Händen und Füßen.
Ist Scharlach ansteckend?
Ja, Scharlach ist ansteckend und wird vor allem über Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen.
Was ist die Ursache für Scharlach?
Die Scharlach-Erreger sind beta-hämolysierende Gruppe-A-Streptokokken, medizinisch meist Streptococcus pyogenes. Diese Bakterien können Giftstoffe bilden, die neben der Halsentzündung den typischen Scharlach-Ausschlag verursachen.
Wie lange ist die Inkubationszeit von Scharlach?
Die Inkubationszeit von Scharlach beträgt nur wenige Tage, seltener bis zu einer Woche.
Können auch Erwachsene Scharlach bekommen?
Ja, auch Erwachsene können an Scharlach erkranken, auch wenn Kinder häufiger betroffen sind.
Hinweise zur Vorbereitung
Für den Erstbesuch sind keine speziellen Vorbereitungen notwendig.
Es wird empfohlen:
• e-card und Lichtbildausweis mitzubringen
• Vorhandene medizinische Befunde und Medikamentenliste
bereitzuhalten
• Etwa 5 Minuten vor dem Termin in der Ordination einzutreffen
(Spielecke vorhanden)
Telefonnummer
Das Team von HNO 21 – Ihre HNO-Ordination in Floridsdorf ist bemüht, den Ablauf so effizient und angenehm wie möglich zu gestalten.